Sonntag, 23. März 2014

Von Autor zu Autor: Quick-Tipp #3


Was machen die Figuren im Hintergrund eigentlich?

Beim Schreiben von Romanen sollte die Konzentration nicht nur auf den Figuren liegen, die gerade auf der Bühne stehen. Ebenso wichtig ist es, dass ich als Autor weiß, was im Hintergrund läuft, auch wenn es der Leser nie zu Gesicht bekommt.
Was machen die Figuren, die gerade nicht dran sind, in dieser Zeit? Gehen sie mit Freunden ins Kino, putzen sie die Wohnung oder kaufen sie im Stadtpark Gras für die kranke Großmutter?

Um das alles im Blick zu behalten, lege ich mir für jede Hauptfigur eine Zeitschiene an, auf der ich ihren kompletten Tagesablauf in Stichpunkten festhalte.  

Dadurch tauchen sie nicht einfach so aus dem Nichts auf und spielen ihren Part, sondern sie kommen tatsächlich irgendwo her und wollen auch irgendwo hin. So wie im echten Leben.
Oftmals ergeben sich daraus sogar noch viel bessere Ideen für den weiteren Verlauf der eigentlichen Geschichte, denn die Figuren bekommen eine ganz andere Dynamik.

Bei Nebenfiguren reicht mir ein kleineres Zeitfenster – so viel, dass sie nicht pfeifend und mit den Händen in den Hosentaschen überrascht werden, wenn sie an der Reihe sind. ;)


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