Mittwoch, 12. Juni 2013

Experiment - Wochenthema: Rot


Deine Erdbeerlippen schmeck(t)en nach Liebe …

Liebe ist wie ein Lolly. Man kann sie aber auch mit einem Farbanstrich vergleichen. Am Anfang, so frisch aufgetragen, strahlt sie kräftig, doch mit der Zeit verblasst sie immer mehr, blättert ab, bis nur noch eine Ahnung davon übrig bleibt. Ein kläglicher Rest Erinnerung, der zudem noch ziemlich hässlich aussieht. Denn selbst beim Rückblick bleibt meist nur der bittere Geschmack auf den Lippen zurück. Nix mehr mit Erdbeeren.

Die Liebe ist ziemlich heimtückisch und kann uns überall überfallen. Ihr Helfer ist die Kompassnadel Herz und sie dreht sich immer in die Richtung des stärksten Magneten. Wenn uns jemand kreuzt, zu dem sich unsere Nadel hingezogen fühlt, war es das. 
Dabei ist es uns auch völlig egal, ob die Richtung, die wir da einschlagen, die richtige ist. Denn unsere Welt wird dann so rosa-dunkelrot, dass wir keinen Durchblick mehr haben. Dass dieses Rot auch eine Warnfarbe sein könnte, interessiert uns nicht, wenn wir uns die Brille Liebe über die Augen stülpen.

Wir freuen uns dann sogar darüber, dass unser Herzrhythmus außer Kontrolle gerät - wenn es wild und zügellos den Takt des anderen sucht, um mit ihm im Einklang zu schlagen. Und am Ende? Da schlägt es dann doch nur wieder alleine und muss erst mühselig seinen eigenen Rhythmus wiederfinden. Das kann dauern. Zum Glück gibt es für diese Zeit einen Schrittmacher mit Namen Eis. Manchmal heißt er auch Alkohol.

Aber warum tun wir uns das immer wieder an? Warum nehmen wir es in Kauf, dass aus Herzklopfen Herztropfen wird?
Ich habe heute leider keine Antwort für euch. Vielleicht beim nächsten Mal. :)

Nur ein Schlusswort gibt es noch:

Liebe ist ein Luxus, für den man nicht mit Geld, sondern immer mit einem Teil von sich selbst bezahlt. 

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